Becher-Stiftung & Becher-Preis

Die Johann Joachim Becher-Stiftung fördert den Austausch von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik – und lobt alle zwei bis drei Jahre den Johann Joachim Becher-Preis aus.

Die Stiftung – anwendungsbezogene Wissenschaft fördern.

Die Johann Joachim Becher-Stiftung ist eine rechtsfähige öffentliche Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Speyer. Sie wurde 1997 von der Johann Joachim Becher-Gesellschaft ins Leben gerufen und verfolgt grundsätzlich die gleichen Ziele. Ihr besonderes Anliegen: Bechers Bedeutung für die anwendungsbezogene Wissenschaft herauszustellen und die Erinnerung an den europäischen Universalgelehrten wachzuhalten und zu erneuern.

Zweck der gemeinnützigen Stiftung ist die Unterstützung des Austauschs von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, vor allem durch die Vermittlung von Rat und Wissen. Sie fördert Arbeiten, Projekte und Veranstaltungen – und ganz besonders die Auslobung und Vergabe des Johann Joachim Becher-Preises.

Vorstand der Stiftung

Vorsitzender: Prof. Dr. Gunnar Schwarting
Stellvertretende Vorsitzende: Prof. Dr. Michael Hoelscher, Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler
Schatzmeister: Rudolf Müller
Ehrenvorsitzender: Prof. Dr. Heinrich Reinermann (†)

Beirat der Stiftung

Dr. Rainer Frank, Prof. Dr. Axel Horsch, Prof. Dr. Constanze Janda, Prof. Dr. Christian Koch, Dr. Lenelotte Möller, Univ.-Prof. Dr. Karl-Peter Sommermann

Satzung der Stiftung (PDF)

Johann Joachim Becher-Stiftung
Johann Joachim Becher-StiftungJohann Joachim Becher-Gesellschaft
Der erste Schritt ist kleiner, als viele denken.

Der Becher-Preis 2026 – Bildung im Fokus.

Der Preis wird alle zwei bis drei Jahre zu wechselnden Themenbereichen ausgeschrieben. Die Becher-Stiftung lobt 2026 den achten Johann Joachim Becher-Preis aus. Im Mittelpunkt steht das Thema „Bildung“ mit den Schwerpunkten:

  • Schule als Ort sozialer Integration
  • Mit Bildung in den Beruf

Der Preis knüpft an Bechers visionäre Ideen zu Lernen und Arbeit an und würdigt aktuelle Projekte, die diese Gedanken weitertragen.

Auf einen Blick

  • Dotierung: bis zu 5.000 Euro
  • Stufe 1 – Ideenskizze: Einreichung bis 15. August 2026, Vorprüfung bis 30. September 2026
  • Stufe 2 – Wettbewerbsarbeit: Einreichung bis 15. Februar 2027
  • Jury: entscheidet über die Aufforderung zur Wettbewerbsarbeit und über die Preisvergabe

Im Anschluss findet ein Symposium mit den Preisträgerinnen und Preisträgern statt; die Beiträge werden in Buchform veröffentlicht.

Preisträgerinnen und Preisträger

Auslobung 2016

Themenbereich: „Demografischer Wandel – Herausforderung für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft“
Anerkennungen: Dr. Kirsten Mangels / Julia Wohland (Universität Kaiserslautern): „Demografischer Wandel – Herausforderung für Landstädte und Landgemeinden“; Dr. Klaus Opfermann: „Rentenfinanzierung durch Produktivitätsfortschritt“; Dr. Tobias Vogt / Dr. Fanny Kluge: „Finanzpolitische Implikationen der demografischen Entwicklung“

Auslobung 2012

Themenbereich: „Sachverständige Politikberatung: Funktionsbedingung oder Gefährdung der Demokratie?“
Anerkennung: Dr. Enrico Peuker: „Bürokratische Expertise und Demokratie in Europa. Legitimität im Europäischen Verwaltungsverband“

Auslobung 2009

Themenbereich: „Mobilität mit Intelligenz – Strategien für die Bewältigung der logistischen Herausforderungen der Zukunft“
Preisträger: Dr. Stefan Walther (Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS, Nürnberg): „Industrializing Transport Services – With Special Reference to European Over-the-Road Truckload Carriers“
Anerkennungen: Dr.-Ing. Timo Bertocchi (Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft mbH), Dr. Hartwig Haase (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)

Auslobung 2007

Themenbereich: „Chemie zwischen Phobie und Akzeptanz – Wie kann die Lücke zwischen Unwissenheit und Innovation geschlossen werden?“
Preisträger: Prof. Dr. Michael W. Tausch (Bergische Universität Wuppertal): „Innovation und Bildung durch Chemie: Aktivierung der Kommunikation von Chemie in Lehre und Gesellschaft“
Anerkennungen: Dr. M. Amme und M. Garrecht; Prof. Dr. Michael A. Anton; „JungChemikerForum“ der Universität Regensburg

Auslobung 2004

Themenbereich: „Das Dilemma der modernen Medizin – Gratwanderung zwischen Machbarkeit, Sinnhaftigkeit und Bezahlbarkeit“
Preisträger: Prof. Dr. Ralf Ziegenbein (Dortmund): „Mit dem Gesundheitssparkonto zu mehr Eigenverantwortung“
Anerkennungen: Prof. Dr. Friederike Wall / Prof. Dr. Werner Ischebeck et al.; Prof. Dr. Angela Brand et al.; Dr. Boris Augurzky et al.

Auslobung 2002

Themenbereich: „Die Technik – Dienerin der gesellschaftlichen Entwicklung“
Preisträgerin: Prof. Dr. Dr. Brigitte Falkenburg (Dortmund/Heidelberg): „Wem dient die Technik? Eine wissenschaftstheoretische Analyse der Ambivalenzen technischen Fortschritts“

Auslobung 1999

Themenbereich: „Möglichkeiten und Grenzen merkantilistischer Vorstellungen als Beitrag zur Entwicklung moderner Volkswirtschaften im Hinblick auf gesellschaftspolitische Herausforderungen der Zukunft“
Preisträger: Prof. Dr. Friedrich L. Sell (München): „Chancen und Risiken eines neuen Merkantilismus in einer globalen Welt“
Anerkennungen: Dr. Dr. Hermann Knödler, Dr. Stefan Okruch

Publikationen zum Becher-Preis.

Die Arbeiten der Preisträgerinnen und Preisträger und die jeweilige Laudatio werden als Buch dokumentiert, bislang in der Nomos-Verlagsgesellschaft, Baden-Baden.

  • Gunnar Schwarting (Hrsg.): Demografischer Wandel – Herausforderungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, 2018
  • Karl-Peter Sommermann (Hrsg.): Sachverständige Politikberatung: Funktionsbedingung oder Gefährdung der Demokratie?, 2016
  • Heinrich Reinermann (Hrsg.): Mobilität mit Intelligenz, 2011
  • Hans Güsten / Heinrich Reinermann (Hrsg.): Die Chemie zwischen Hoffnung und Skepsis, 2008
  • Heinrich Reinermann (Hrsg.): Das Dilemma der modernen Medizin, 2006
  • Brigitte Falkenburg: Wem dient die Technik?, 2004
  • Heinrich Reinermann / Christian Roßkopf (Hrsg.): Merkantilismus und Globalisierung
Becher-Preis der Johann Joachim Becher-Stiftung

Kontakt zur Becher-Stiftung

Johann Joachim Becher-Stiftung · Geschäftsstelle
c/o Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer
Frau Queenie Griebner · Postfach 1409 · 67346 Speyer
Tel. (06232) 654 339 · E-Mail:

„Alles Werk ohne die Theorie ist ungewiss und die Theorie ohne Praxis liegt eben an diesem Fieber.“

— Johann Joachim Becher, 1680